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Unsere erste große Reise

Für Wüstenfüchse, Orientfreunde und solche die es werden wollen.

Re: Unsere erste große Reise

Beitragvon charly » 17.08.2021 19:01

Hallo Klaus,

klausmong1 hat geschrieben:
charly hat geschrieben:Hallo,

Ich möchte da hier schon Sushi klar Recht geben:

Ich finde Hechlingen gut, aber ich fahre auf meinen Touren definitiv im Sitzen.

Das schaue ich mir an wie da wer den ganzen Tag Offroad im Stehen fährt und dabei 300km + zurücklegt.
Und das tagelang/wochenlang.

Ich bin bei allen meinen Reisen nie im Stehen gefahren, und auch gut vorangekommen.

Und noch was:
Wenn man dann im Stehen ein Problem hat und abrutscht, dann hat man richtig ein Problem, denn das geht dann kaum ohne schwere Verletzungen aus, denn sehr oft kommt man dann mit dem Fuß unter die Räder nach dem abrutschen.
und da kenne ich mehrere Fälle konkret denen das passiert ist. War dann immer offener Schienbeinbruch.


ich respektiere, dass Du das so machst, glaub mir aber bitte auch, dass ich einen Tag sehr entspannt im Stehen fahren kann, habe ich praktiziert und nicht nur 1 oder 2 Tage, das ist auch eine Frage der Fitness. Du kannst im Sand im Sitzen weder das Gewicht gescheit nach hinten verlagern, noch bei steilen Abfahrten. Umgekehrt funktioniert es nicht bei steilen Auffahrten. Jedenfalls nicht so wie im Stehen, um nur ein paar Dinge zu nennen.

Was das Abrutschen angeht: Bin ich wirklich noch nie. Ich habe Füße unter Koffern gesehen und ebenfalls ein gebrochenes Bein. Warum? Weil der Reflex im Sitzen da war sich abzustützen, wenn die Kiste rutscht, wie beim Moto X. Und das geht dann mal ganz schnell schief.

Aber ich denke mal die Diskussion passt nicht hier her und bringt den Fragesteller auch nicht mehr weiter. Es gibt zu dem Thema einfach unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen. Das habe ich jetzt für mich ausreichend zum Ausdruck gebracht, ich will hier wirklich niemanden "missionieren".

Viele Grüße
Carsten
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Re: Unsere erste große Reise

Beitragvon klausmong1 » 17.08.2021 20:27

charly hat geschrieben:Hallo Klaus,


ich respektiere, dass Du das so machst, glaub mir aber bitte auch, dass ich einen Tag sehr entspannt im Stehen fahren kann, habe ich praktiziert und nicht nur 1 oder 2 Tage, das ist auch eine Frage der Fitness. Du kannst im Sand im Sitzen weder das Gewicht gescheit nach hinten verlagern, noch bei steilen Abfahrten. Umgekehrt funktioniert es nicht bei steilen Auffahrten. Jedenfalls nicht so wie im Stehen, um nur ein paar Dinge zu nennen.

Was das Abrutschen angeht: Bin ich wirklich noch nie. Ich habe Füße unter Koffern gesehen und ebenfalls ein gebrochenes Bein. Warum? Weil der Reflex im Sitzen da war sich abzustützen, wenn die Kiste rutscht, wie beim Moto X. Und das geht dann mal ganz schnell schief.

Aber ich denke mal die Diskussion passt nicht hier her und bringt den Fragesteller auch nicht mehr weiter. Es gibt zu dem Thema einfach unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen. Das habe ich jetzt für mich ausreichend zum Ausdruck gebracht, ich will hier wirklich niemanden "missionieren".

Viele Grüße
Carsten




Soll doch jeder fahren wie er will.
Schaue ich mir an wie wer 2-3000km Offroad stehend fährt und täglich macht.

Komischerweise mache ich die Dinge, von denen Du behauptest, das sie angeblich nicht gehen....
Und ich bin nicht der Super Profifahrer, sondern nur Durchschnitt.


Aber egal.
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Re: Unsere erste große Reise

Beitragvon sushi » 18.08.2021 08:02

sushi hat geschrieben:Achtung OT
Mein Tipp richtet sich an Anfänger die noch nicht gross mit einem beladenen Mopped unterwegs waren.

Hallo

Ich wiederhole mich nochmal, der Tipp ist für Anfänger die noch keine Reiseerfahrung haben und einen "Offroadkurs" Kurs machen wollen.

Jeder soll seinen Weg finden.

charly hat geschrieben:Ich fahre meine voll beladene Maschine auf unbefestigtem Untergrund immer im Stehen (1200 GS ADV voll beladen sicher 300kg plus mein Gewicht).

Das mag für dich passen, kann aber sagen dass ich schon viele Reisende auf meinen Reisen getroffen haben und sowas hat bisher noch keiner erzählt.
Wie du schon geschrieben hast, ich kann sowas als Tipp für Anfänger auch nicht stehen lassen. :wink:

Ich habe nachdem ich schon tausende KM Schotter/Sandpisten in meinem Leben gefahren war auch zum Spass mal den Eintageskurs in Hechlingen gemacht.
Also an dem Tag war meine Kondition so wie immer aber ich war wegen dem ganzen unsinnigen Stehen (hat man sich mal hingesetzt wurde man gleich angepfiffen) schon mitte Nachmittag kaputt, so wie ich es noch nie war beim Moppedfahren.
Da habe ich für mich abgebrochen und habe den Rest vom Nachmittag vom Kaffetisch zugeschaut wie die anderen die extremen Steigungen geübt haben (etwas das es auf einer Motorradweltreise nie gibt ausser man sucht es, wüsste aber nicht wo ich das auf meiner Umrundung der Kugel gefunden hätte).

So nochmal mein Tipp, für alle Anfänger, lernt soviel wie möglich im Sitzen zu fahren, mal aufstehen ist nicht verboten (aber selten nötig), bei Ermüdung passieren die Unfälle, jeder Unfall kann das Ende der Reise bedeuten (was, hat man zuhause Job und Haus aufgegeben, mehr als nur der unmittelbare Unfall bedeutet).

gruss sushi
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Re: Unsere erste große Reise

Beitragvon klausmong1 » 18.08.2021 21:48

sushi hat geschrieben:Das mag für dich passen, kann aber sagen dass ich schon viele Reisende auf meinen Reisen getroffen haben und sowas hat bisher noch keiner erzählt.
Wie du schon geschrieben hast, ich kann sowas als Tipp für Anfänger auch nicht stehen lassen. :wink:

Ich habe nachdem ich schon tausende KM Schotter/Sandpisten in meinem Leben gefahren war auch zum Spass mal den Eintageskurs in Hechlingen gemacht.
Also an dem Tag war meine Kondition so wie immer aber ich war wegen dem ganzen unsinnigen Stehen (hat man sich mal hingesetzt wurde man gleich angepfiffen) schon mitte Nachmittag kaputt, so wie ich es noch nie war beim Moppedfahren.
Da habe ich für mich abgebrochen und habe den Rest vom Nachmittag vom Kaffetisch zugeschaut wie die anderen die extremen Steigungen geübt haben (etwas das es auf einer Motorradweltreise nie gibt ausser man sucht es, wüsste aber nicht wo ich das auf meiner Umrundung der Kugel gefunden hätte).


bekommt meine volle Zustimmung.

Ich traue mich behaupten, ich habe auch tausende km im Sitzen verbracht und da ebenfalls viele Reisende gesehen von denen keiner gestanden ist.

Aber wer will kann auch stehen.....
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Re: Unsere erste große Reise

Beitragvon DrWolle » 19.08.2021 08:23

Moin moin,
ich bin auch schon etliche Kilometer offroad unterwegs gewesen, so auch die Stans und die BAM. Meine Erfahrung sagt, stehen nur wenn es unbedingt notwendig ist, ansonsten sitzen. Mein damaliger offroad-Trainer sagte, als Faustregel gilt, so viel sitzen wie möglich, stehen nur wenn unbedingt notwendig.
Außerdem ist man im Reisemodus unterwegs, da geht es nicht um Schnelligkeit, sondern ankommen. Und oft war langsam im sitzen sicherer als "schnell" im stehen.
Insofern haben aus meiner Sicht Sushi und Klaus schon recht.
Aber im Endeffekt muss das jeder für sich rausfinden, was für ihn am besten ist.
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Re: Unsere erste große Reise

Beitragvon JanN » 07.09.2021 14:05

Hi,

stöber mal auf unserer Homepage. Wir haben uns in der östlichen Gegend sehr lange herumgetrieben und sind immer noch unterwegs. Seit 3,5 Jahren. Waren beiden auch schon über ein Jahr mit Motorrad in Süd-, Latein und Nordamerika unterwegs, aber früher.

Du findest viele FAQs zur Vorbereitung der Reise, der Motorräder, Versicherungen etc. und wenn Du noch Fragen hast, oder Deine Holde, melde Dich gerne.

https://motorradreise.blog/

Viele Grüße,

Jan
... geht wohl bald wieder los!!

www.travel-guidance.de

www.travelove.org

www.eisreise.wordpress.com
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Re: Unsere erste große Reise

Beitragvon JanN » 12.12.2021 11:07

Moin zusammen,

und eine schöne Diskussion über das Stehenfahren auf Reisen.

ZUm einen fährt man nicht immer im Stehen, aber es gibt Situation bei denen die Kontrolle über das Motorrad einfach erheblich besser ist. Da kann man auch nicht unterschiedlicher Meinung sein, sondern es ist Fakt, das die Verlegung des Schwerpunkts nach unten beim Stehenfahren das Handling deutlich verbessert und es sehr viele Situationen gibt, in denen das Stehen auf dem Motorrad deutlich Vorteile hat gegenüber dem Sitzen. Bestes Beispiel ist der Wechsel von einer Schotterpiste auf Sandflächen und zurück. Es gibt aber viele weitere Beispiele.

Warum man selten darüber von anderen Reisenden hört ist ganz einfach: die wenigsten können es und halten sich zudem für tolle Motoradfahrer. So langsam kommt zumindest mal das Thema Offroadkurs durch.
Mir tut es leider immer beim Zusehen weh, wenn sich Reisende über Pisten, Sandfelder, unbefestigte Auf- und Abfahrten oder auch Schotterpisten bewegen und sich das Leben selber unglaublich schwer machen, weil einfach das Verständnis für die richtige Fahrtechnik nicht vorhanden ist. Vom zusätzlichen Verletzungsrisiko ganz zu schweigen, insbesondere beim weltberühmten "Füßeln". Dabei brechen dann auch häufig die Schien- und Wadenbeine.

Wer der Meinung ist, dass das Stehenfahren nicht zu einer Fahrtechnik beim Offroadmotorradfahren gehört, kann im Januar gerne die Berichterstattung der Dakar verfolgen und sich mal genau ansehen, wieviel Bewegung die Motorradfahrer auf dem Motorrad vornehmen, um durch das Gelände zukommen. Und das einzig mit dem Ziel so wenig Energie und Kraft beim Fahren aufzuwenden wie nötig, weil es eben jeden Tag hunderte Kilometer zu fahren gilt.

Ob Reise- / Offraodanfänger oder nicht. Ich kann nur jedem empfehlen unbedingt Endurotrainigs zu machen, auch Fortgeschrittene. Was man dort lernt macht das Leben auf der Reise, wie auch im Strassenalltag, so viel einfacher. Nur dort machst Du Efahrungen, die Du eigentlich nicht unterwegs oder auf der Strasse machen möchtest, die Dir aber insbesondere in Gefahrensituationen sehr helfen eben nicht zu stürzen, sondern die Situation zu meistern und Gesund zu bleiben.

Also nutzt die Zeit macht Trainings und lernt mit Euren Reisemaschinen Offroad zu fahren.

Viele Grüße und viel Erfolg dabei,

Jan
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